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Das Clickertraining erfreut sich zunehmender Beliebtheit.

Doch was ist Clickertraining überhaupt und welche Vorteile bietet es?

Das Clickertraining ist eine Kombination aus zwei Lernformen. Wir nutzen die klassische Konditionierung im Aufbau des Clickers und die operante Konditionierung (siehe Artikel vom 31.05.2021) in der Anwendung des Clickers. Der „Click“ kündigt also – richtig konditioniert – dem Hund eine Belohnung an. Die punktgenaue Akzentuierung der Belohnungsankündigung ermöglicht schnellere Trainingserfolge.

Weitere Vorteile sind u. a.:
  • Perfektes Timing beim Loben des Hundes ohne Zeitverzögerung möglich („Click“ während des erwünschten Verhaltens, Futtergabe oftmals erst danach). Die Zeitüberbrückung bis zur Futtergabe ist dadurch kein Problem.
  • Bereits mit „Click“ erfolgt eine Dopaminausschüttung beim Hund. Dies hat zur Folge, dass die Motivation im Training steigt. Das Dopamin ist ein körpereigenes Opiat und sorgt für eine Art Selbstbelohnung, denn die Hunde empfinden ein starkes Glücksgefühl. Dadurch erhöht sich auch der „Erinnerungswert“ und die Abrufbarkeit des Verhaltens, da sich der Organismus an die positiven Emotion „erinnert“.

Natürlich kann der Clicker auch durch die Stimme und ein sogenanntes konditioniertes Markerwort ersetzt werden. Also quasi ein Signal wie „Super, Toll,…“, welches eine Belohnung ankündigt. Der Vorteil des Clickers ist jedoch, dass es sich um ein emotionsloses und unverwechselbares Geräusch handelt. Wie bei der Hundepfeife (folgt im nächsten Artikel) ist das Clickgeräusch, egal wer es macht (Mann, Frau, Kind), immer gleich. Somit ist auch eine Abnutzung im Alltag unwahrscheinlicher.

Das Clickertraining hat den Zweck, ein gewünschtes Verhalten dank hoher Motivation und emotionaler Beteiligung des Hundes am Training schnell aufzubauen. Richtig angewandt hat man beim Clickertraining eine missverständnisfreie Trainingsroutine mit dem Hund und man kann den Clicker sowohl im Gehorsamstraining, als auch im Beschäftigungsbereich anwenden. Das Shaping, also das Formen eines Verhaltens bis hin zu einer Handlung, ist mit dem Clicker ebenso gut möglich.

Es gibt aber auch einige Punkte zu beachten. Der Clicker dient nicht als Rückrufersatz. Das bedeutet, man sollte den Clicker nicht einsetzen nur in der Hoffnung, dass der Hund sich dann besser  z. B. aus einer Situation abrufen lässt. Das Timing spielt beim Clickertraining eine wichtige Rolle. Auch sollte das Clicksignal nicht überstrapaziert werden und nur in Trainingseinheiten genutzt werden.

Grundsätzlich gilt zu beachten:
  • Ein“Click“ wird mit Futter belohnt. Erst kommt das Clicksignal, dann folgt Futter (nicht vorher schon das Leckerchen hervorholen)
  • Wie bei jedem Training richtet sich die Dauer nach dem Konzentrationslevel des Hundes
  • Start- und Ende-Rituale etablieren
  • Wir schließen das Training immer positiv ab

Um das Clicksignal zu verinnerlichen gilt die Regel: Je öfter die Wiederholung, desto sicherer ist die Verknüpfung.

Mit einfachen Übungen kann man das eigene Timing (zuerst ohne Hund, anschließend mit Hund) trainieren.

Der Clicker ist ein schönes Hilfsmittel beim Training und erfreut sich zurecht immer größerer Beliebtheit.

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